Thursday, 16. april 2009 4 16 /04 /Apr. /2009 08:40
...........war nicht so wie es sein sollte,ich durfte nicht wirklich Mutter sein,wie ich schon kein Kind sein durfte und dabei war ich jetzt schon 22 Jahre.

KONNTE ICH DENN ÜBERHAUPT JEMALS EINE GUTE MUTTER WERDEN? NEIN.............

Ich versuchte meine Lebenssituation so gut wie möglich zu meistern,da waren ja noch meine Brüder oder besser gesagt der jüngste Bruder der mich brauchte,trotz allem versuchte ich auszubrechen ohne zu überlegen.
Bevor wir in dieses neue Dorf zogen,schnappte ich meine Tochter und fuhr bei einer Nacht und Nebelaktion zu meiner Tante, die Schwester meiner Mutter.Dachte ich doch im ernst das mir dort geholfen wird,ich musste mir nur eine ordentliche Geschichte einfallen lassen,aber es kam wie immer ganz anders.
Meine Tante freute sich über meinen Besuch,aber das ich bleiben wollte sagte ich noch nicht,denn ich war mir nicht mehr sicher dort bleiben zu wollen.Es war nicht gemütlich da und sie tranken meiner Meinung zu viel Alkohol,aber ich wollte alles versuchen nicht wieder in die Hölle zu müssen.Nach drei Tagen ca. sagte ich das niemand weiß wo ich bin,hätte ich nicht tun sollen,denn meine Tante verriet mich an meinen Stiefvater,wusste ich doch zu diesem Zeitpunkt nicht,dass auch sie mit ihm im Bett war und  dadurch erpressbar war,denn sie war ja verheiratet.
Es dauerte nicht lange da kam ein Telegramm,ich solle so schnell wie möglich nach Hause kommen,also fügte ich mich wieder und fuhr zurück.Es war die Hölle auf Erden,denn mit meiner Aktion hatte ich ihn sehr verärgert und ich musste mich täglich Disskusionen stellen und seine Fragen wahrheitsgemäß beantworten.
Ich versuchte gar nicht erst mich raus zu reden,denn damit hätte ich noch alles viel schlimmer gemacht,vor meinen Brüdern war ich eh die Böse,was solls.
Ich machte nun wieder das was er von mir verlangte um den "Familienfrieden" wieder herzustellen,denn sonst war es nicht auszuhalten.
Der eine Bruder machte eine Lehre und der andere war bei der NVA,nur der jüngste ging noch zur Schule.
Meine Tochter ca zwei Jahre.
Es kam der Tag als wir umzogen und meine Tochter die Kindereinrichtung besuchen sollte,damit ich wieder arbeiten gehen konnte.In diesem Landwirschaftlichen Betrieb -Schweinezuchtanlage- arbeiteten mein Stiefvater,mein Bruder und ich,mein anderer Bruder ist nicht mit gezogen,er hat das Weite gesucht,ich konnte es verstehen.

Man muss sich vorstellen,rund um die Uhr waren wir zusammen,alleine durfte ich nirgendwo hin,wie sollte man das ertragen,nur erträglich wurde es,wenn ich alles tat was er verlangte und nach außenhin war er der "Vater" schlechthin.

Meine Tochter,ich hatte das Gefühl es war meine Schwester, war nun schon drei Jahre und ich war wieder schwanger,nur wollte ich es diesesmal anders machen und dieses Kind nie austragen.Ich verheimlichte vor ihm diese Schwangerschaft und weihte nach gründlichen Überlegungen meinen Bruder ein.Ich erzählte ihm von meiner Schwangerschaft und er versprach mir zu helfen das Kind abtreiben zu lassen.Ich hatte einen Termin zur Abtreibung und mein Bruder wollte mich mit dem Moped in die nächste Stadt fahren um dies durchzuziehen.Mir war in diesen Moment alles egal,ich habe nicht an die Konsequenten gedacht,die Hölle hatte ich ja eh schon in meinem Leben,also Augen zu und durch,aber wem sage ich es,es kam natürlich wieder anders als geplant.
Der Tag des Termins war ran und mein Bruder und ich wollten uns gerade auf den Weg machen,als ER vor uns stand.....seine Worte,ich höre sie heute noch....."Du hast die Suppe eingebrock,jetzt löffele sie wieder aus"......
Wieder musste ich mir eine unrealistische Geschichte einfallen lassen und alles ging von vorne los.
Nur das Dorf war so klein das niemand die Geschichte so wirklich glaubte,mit wem hätte ich da auch in die Kiste hüpfen sollen,naja jedenfalls hatte es was gutes,denn wir zogen dort wieder weg,aber dieses mal in eine große Stad,meine Heimatstadt.Mein Bruder der nun alles wusste zog nicht mit und das nächste Unheil bahnte sich an,denn mein Stiefvater verwies ihm die Tür und ich sollte ihn nie wieder sehen.
von Wölfin - veröffentlicht in: Tagebuch-Meine Geschichte - Community: Befreiung des "Inneren" Kindes
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